Die Komplextheorie

Neben den Träumen sind vor allem die Komplexe ein königlicher Weg zum Unbewussten.

Die Komplexe sind die Architekten unserer Träume und darüber hinaus die Anordnung unseres Seelenlebens mit vielfältiger Gestaltwerdung. Komplexe sind die unbewusste Brennpunkte der psychischen Vorgänge, die man sich vereinfacht ausgedrückt als seelische Energiefelder vorstellen kann. Wir können die Komplexe auch wie autonome Seelenanteile betrachten, die sich wie unabhängige Wesen verhalten. Besonders in den Affekten und allen starken Gefühlen werden wir uns der Komplexe bewusst und nehmen sie war. Wenn sich ein Komplex im Unbewussten konstelliert und ins Bewusstsein dringt, hat dies starke Auswirkungen auf unsere seelische Stimmungslage. (Lexikon Jungscher Grundbegriffe) Ein typischer Komplex ist der Eltern-Komplex. Er umfasst alles, was mit dem Verhältnis von Kind und Eltern zu tun hat. Wird der unbewusste Anteil eines Konfliktes erkannt, verschwindet das Symptom, da die Energie wieder frei fließen kann. Jungs Seelenmodell hat wegen seiner bildlichen Beschreibung und seiner hoffnungsfrohen Ausrichtung schon immer viele Menschen angesprochen. (Kursbuch Seele)

C.G. Jung „ Die Krankheitserkennung in de Psychotherapie beruht daher weit weniger auf dem klinischen Krankheitsbild als vielmehr auf den inhaltlichen Komplexen.“ (GW 8 § 201)